Argumente
Was treibt jemandem an, rechtspopulistisch zu wählen?
Auch wenn die Ursachen im Buch bereits ausführlich beschrieben sind, bleiben immer noch Argumente übrig, denen man mit Vernunft entgegentreten sollte. Es gibt derer viele und einige davon bestehen sicher zu recht. Aber es kommt einmal der Punkt, wo man sich entscheiden muss, ob ein Argument schwerer wiegt als die zu erwartenden Nachteile. Und immer wird die Frage offen bleiben, ob es die "anderen" besser gemacht hätten. Zumindest zum letzten Satz kann man aber eines mit Sicherheit sagen: Das war bisher noch niemals der Fall! Denn zu keiner Zeit und in keinem anderen Land haben Rechtsparteien zum Wohle des Volkes regiert!
Das Argument
Die Antwort
Ich mag die EU nicht. Wenn es nach mir gehen würde, könnten wir austreten. Alles was die EU und Von der Leyen machen, schadet uns.
Es ist richtig, dass die EU und auch deren Vorsitzende nicht nach den allgemeinen Wünschen aller regieren können. Außerdem ist der gesamte Apparat durch die Größe schwerfällig und recht unflexibel. Aber - würde man als blockfreier kleiner Staat auch überleben können? Die Wirtschaft in England hat durch den Brexit enormen Schaden erlitten, der sich heute wieder darin äußert, dass die Bevölkerung unzufrieden ist und daher Rechtspopulisten wieder stärker werden. Dem Volk ist damit nicht gedient. Für ein Land wie Österreich, dessen Industrieprodukte auch in der EU gehandelt werden, könnte das zum Zusammenbruch der Wirtschaft, also zu einem Totalschaden, führen.
Ich fühle mich durch die vielen Ausländer nicht mehr sicher. Egal wo man hinkommt, überall passieren Straftaten und auch in den Schulen werden unsere Kinder immer mehr gemobbt.
Die Ursachen betreffend der Ausländerpolitik stehen im Buch. Richtig ist auch, dass sich die Politiker europaweit von dieser gesteuerten Aktion haben überrumpeln lassen. Nun werden auch von den moderaten Parteien langsam aber sicher Schritte gesetzt, um dagegen anzukämpfen. Aber man sollte nicht vergessen, wen wir diese Umstände zu verdanken haben. Schon vergessen? Es waren Putin und seine Anhänger, welche diesen Flüchtlingsstrom eingeleitet und unterstützt haben. Auch die Gründe dafür, nämlich die Unterwanderung der westlichen Staaten und damit die Auslöschung der Demokratien als Ziele, sind bekannt. Möchte man wirklich, dass die Anstifter ihre Ziele erreichen? Ja, die Migrationspolitik muss rasch geändert werden, aber nicht zum Preis einer Diktatur.
Kickl kann ruhig einmal Kanzler werden. Dann hat er die Möglichkeit, sich zu bewähren.
Möglich. Kickl hatte die Möglichkeit, Kanzler zu werden. Seine Haltung und seine Ziele waren aber dermaßen stur gesteckt, dass er davon nicht abweichen wollte. Seine Ziele, die Annäherung an Putin, die Freundschaft zu Autokraten und zu Parteien, die als rechtsextrem einzustufen sind, haben ihn aber davon abgehalten. Das sollte eigentlich Beweis genug dafür sein, wie sein politischer Weg in Österreich geplant ist. Da geht es nicht um das Volk. Da geht es nur um einen autokraten Volkskanzler.
Ich habe keine Angst davor, wenn wir näher an Putin als an den Westen heranrücken. Schlechter als jetzt kann es nicht werden.
Falsch! Keine Diktatur ist mit einer Demokratie zu vergleichen. Natürlich kann man sich für eine kurze Zeit Vorteile verschaffen, indem man einen Posten oder eine Funktion innerhalb des Freundeskreises eines Diktators erhält. Aber nichts hält ewig und schon nach kurzer Zeit kann man vom Jäger zum Gejagten werden.
Die Städte im Osten sind sicherer als Wien, weil dort keine Migranten herumlungern.
Stimmt! Aber man sollte trotzdem nur zu Fuß kommen, wenig Geld einstecken und das Auto zu Hause lassen. Denn andernfalls geht man vielleicht zu Fuß nach Hause.
"Früher war alles besser!" sagt ein versoffener 45-jähriger Arbeitsloser in einem Beisl.
Falsch! Früher hätte der liebe Mann vermutlich an den Arbeiten zur Höhenstraße in Wien zwangsweise teilnehmen müssen und hätte keine Zeit zum Saufen gehabt.
Die FPÖ macht alles besser, sagen viele ihrer Anhänger, ohne aber Gründe dafür nennen zu können.
Falsch! Auch die kochen nur mit Wasser. Und bei der Entstehung vieler Ursachen der heutigen Missstände war auch die FPÖ noch in der Regierung.
Am Beispiel Steiermark sieht man, was die FPÖ bis heute zustande gebracht hat. Nicht viel! Das einzige Positive, was bisher erreicht wurde, war die Abschaffung des LG 100er auf der Autobahn.
Und am Ende?
Am Ende bleiben all jene über, die vielleicht wirklich nicht in einer Demokratie leben möchten. Die lieber einem Volkskanzler mit deftigen Reden und Sagern, aber keinerlei Hintergrund, folgen wollen. Die blind einer möglicherweise autokraten Regierung folgen möchten, auch wenn die Nachteile heute schon bekannt sind. Es sind all jene, die von sich meinen, dass sie die einzig richtige Meinung vertreten, auch wenn der Hausverstand, die Vorkommnisse und die bekannten Realitäten dagegen sprechen. Aber es sind auch all jene, denen am Ende die Argumente ausgehen und sie plötzlich recht dumm dastehen, wenn das eintritt, was im Buch geschrieben steht.